Cymbidium

Cymbidium

Cymbidien - Orchideen der Samurai

Cymbidien stammen ursprünglich aus Asien und Australien. Mittlerweile sind sie ca. 13.000 Züchtungen weltweit zu finden. Als Topfpflanze und Schnittblume sind sie überall erhältlich. Frauentagserfahrene Betrachter schmunzeln möglicherweise, wenn sie stattliche Cymbidien-Töpfe sehen. Die großen Rispen mit mehr als 20 Blüten wurden zu DDR-Zeiten zerteilt und einzeln in Plaste-Röhrchen verpackt zum 8. März den „werktätigen Frauen und Mädchen“ verehrt.

Vor allem die Farben- und Formenvielfalt der Cymbidie ist überwältigend – sie reicht von Mini-Cymbidien für die Fensterbank bis zu gewaltigen Pflanzen mit über 200 Blüten. Es gibt kleine zarte Blüten genauso wie handtellergroße, aufrecht stehende Rispen wie auch hängende Rispen. Die Farbenvielfalt der Blüten umfasst die ganze Palette von Weiß über Gelb, Grün und Rosa bis zu Rot und Braun. Tupfen, Streifen oder Bändern schmücken manche Blüte.

In Japan werden Cymbidien seit 3000 Jahren wegen ihrer Anmut und ihres Duftes verehrt. Selbst Samurai befassten sich mit der Kunst des Blumensteckens – hierdurch wurde die Cymbidie zur Symbolpflanze der Krieger. Aktuell sind grazile, duftende Blüten in dezenten Farben der Renner in Japan.

Wegen der typischen, einem Boot ähnelnden Lippe werden Cymbidien auch Kahnorchideen genannt. Die Lippe dient den bestäubenden Insekten als Landeplatz.

Ihre schönen Blüten sind mit bis zu acht Wochen Blütezeit ausgesprochen lange haltbar. Die Blätter sind schmal und grasartig. Cymbidien können zuhause gehalten werden. Allerdings müssen die Orchideen für eine reiche Blütenpracht im Sommer nach draußen.

Während wir Cymbidien als Zierpflanzen schätzen, werden sie in fernen Ländern als wahre Allheilmittel genutzt: gegen Rheuma, gegen Bauchschmerz und sogar als Verhütungsmittel. Einige Sorten werden sogar gegessen, zum Beispiel in Bhutan und Nepal als Zutat von Curries.