Die Blüte

Die Blüte

Die Vielfalt und Pracht der Blüten ist in keiner anderen Pflanzenfamilie so groß wie bei den Orchideen. Es gibt neben den sichtbaren Blüten auch solche Orchideenarten, die unterirdisch blühen. Manche Blüten sind geradezu mikroskopisch klein, andere werden bis zu 1m groß. Formen und Farben sind nahezu unzählbar. Außerdem gibt es Orchideen mit duftenden Blüten, welche tagsüber duften - angeregt durch Sonneneinstrahlung. Andere Blüten wiederum duften nur nachts. Die Blüten überdauern eine Zeitspanne von wenigen Minuten bis hin zu vielen Monaten.

Orchideenblüten sind symmetrisch aufgebaut. Anhand einer Phalaenopsis-Blüte werden hier die Fachbegriffe erläutert:

Blüte einer Phalaenopsis

Die Blüte setzt sich aus drei vorderen und drei hinteren Blütenblättern zusammen. Die hinteren Blütenblätter sind die Kelchblätter oder Sepalen. Das obere Kelchblatt nennt man auch dorsales Sepalum. Die vorderen Blütenblätter heißen Kronblätter bzw. Petalen. Das linke und das rechte Kronblatt werden auch als laterales Petalum bezeichnet. Das mittlere Kronblatt ist besonders ausgeprägt, meist größer und dicker und sehr farbenprächtig. Diese Blütenblatt heißt Lippe oder Labellum.
Direkt über der Lippe befindet sich die Säule. Dies ist eine Verlängerung des Fruchtknotens. Auf der Unterseite befindet sich die Narbe. An der äußersten Spitze befindet sich das Pollinium, ein (mitunter auch zwei) Staubbeutel mit dem eigenen Blütenstaub.
Bei einigen Orchideen sind die unteren Sepalen zusammengewachsen. Bestes Beispiel hierfür die Gattung Paphiopedilum. Bei anderen Orchideen (Gattung Masdevallia) sind die Petalen und die Lippe verkümmert. Man erkennt sie erst mit Hilfe einer Lupe nach dem Zerlegen der Blüte.

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Epidendrum - Blüte
Epidendrum-Blüte

 

Paphiopedilum - Blüte
Paphiopedilum-Blüte
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