Nach der Blüte

Nach der Blüte

Meist ist es eine blühende Orchidee, die man geschenkt bekommt oder kauft. Doch was macht man, wenn die Orchidee abgeblüht ist? Blütenstängel abschneiden oder dranlassen? Wann wird die Orchidee wieder blühen? Diese Fragen sind nicht ganz einfach zu beantworten, die Handhabung kann je nach Art bzw. Gattung der Orchidee sehr verschieden sein.

Grundsätzlich gilt für alle Arten: Abgeschnitten wird nur, was abgestorben ist. Solange Stängel, Blätter und Triebe noch grün sind, wird nicht geschnitten. 

Phalaenopsis - zum Beispiel - bilden nach dem Abblühen oft neue Seitentriebe aus schlafenden Augen oder sie treiben an der Spitze des Blütentriebes nach kurzer Pause neue Knospen.

Phalaenopsis-Rispe


Alle Orchideen, die keine Bulben besitzen (Beispiel: Phalaenopsis) werden ganzjährig bei gleichbleibenden Umweltbedingungen kultiviert - sie kennen keine ausgewiesene Ruhephase.

Andere Orchideen verlangen nach der Blüte eine Ruhepause. Man erkennt dies daran, dass die Orchidee nicht wächst, also keine neuen Blätter, Triebe oder Blüten bildet. In dieser Ruhephase sollte nicht gedüngt werden, das Gießen wird auf ein Minimum reduziert, so weit es möglich ist, wird die Temperatur etwas gesenkt. Eventuell wird die Orchidee in ein kühleres Zimmer umgestellt. Das Ende der Ruhezeit erkennen Sie, wenn die Orchidee einen neuen Trieb bildet. Dies kann einige Wochen, manchmal sogar Monate dauern.

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Es gibt eine dritte Gruppe mit Orchideen, die gleich nach der Blüte mit dem Wachstum der Triebe beginnen. In diesem Fall schneiden Sie die vertrockneten Blüten und Blütenstängel ab und gießen und düngen wie gewohnt. Diese Orchideen machen nach Beendigung des Triebwachstums eine Ruhepause, in welcher die Blütentriebe gebildet werden. Die Blüte zeigt dann das Ende der Ruhepause an.