Aussaat

Aussaat von Orchideen

Die Vermehrung durch Sämlinge bietet sich an, wenn eine neue Züchtung herangezogen werden soll. Manchmal bekommt man auch auf der Fensterbank zu Hause eher zufällig Samen. Dann hat sich ein Insekt an der Blüte zu schaffen gemacht.
Nach der Bestäubung bildet sich bei Orchideen eine Samenkapsel. Die Reifedauer ist abhängig von der Gattung und kann mehrere Monate betragen.
Orchideen brauchen besondere Bedingungen, damit die Aussaat Erfolg hat. Alle Gattungen sind auf die Zusammenarbeit mit speziellen Pilzen angewiesen, damit die Samen keimen können.
In Gärtnereien wird die noch unreife Samenkapsel abgenommen. Diese ist innen steril, die Außenseite wird ebenfalls sterilisiert. Nach dem Öffnen entnimmt man die Samen und gibt sie auf eine spezielle Nährlösung. Darin verbleiben die Samen bis zur Keimung. Dann ziehen sie über mehrere Jahre hinweg von einer Nährlösung zur anderen.
Bis zur ersten Blüte dauert es bei Phalaenopsis ca. 5 Jahre, bei Cattleya ca. 7 Jahre und bei Vanda über 15 Jahre.
Für den Hausgebrauch gibt es Anleitungen für Sterilisation und Nährböden im Internet. Manchmal hat man Erfolg, wenn man den Samen auf das Substrat der Mutterpflanze streut. Dort findet sich mitunter der benötigte Pilz für die Keimung.

Allerdings bieten auch viele Züchter und Gärtnereien einen Aussaatservice an. Das bedeutet, Ihre Samen werden im Labor ausgesät und zur Keimung gebracht. Bei Erfolg bekommen Sie eine gewisse Anzahl an Pflänzchen zurück, den Rest beansprucht das Labor zur Vermarktung.

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