Gewebekultur

Gewebekultur

Das Klonen oder die so genannte Meristemvermehrung funktioniert nur unter kommerziellen Bedingungen, sie ist sehr viel aufwändiger als die Aussaat. Der Vorteil hierbei: Man erhält eine Vielzahl identischer Pflanzen. Sie gleichen der Mutterpflanze. Von dieser werden Gewebestückchen entnommen, die dann im Labor geteilt werden. Aus jeder Zelle entsteht eine neue Pflanze, das können leicht 10.000 Stück und mehr sein.

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Auf diese Art werden große Mengen an identischen Orchideen erzeugt, die als Schnittblumen und als Topfpflanzen oft auch in Baumärkten oder Gartencentern erhältlich sind. Durch die große Anzahl sind meristemvermehrte Orchideen relativ preiswert zu haben.

Mitunter ist das Klonen aber auch die einzige Möglichkeit, seltene Orchideen zu vermehren. So entstehen zum Beispiel aus einer prämierten und damit wertvollen einzigartigen Pflanze viele tausend identische Nachkommen, die den gleichen Namen wie die Mutterpflanze tragen dürfen.

Orchideen waren übrigens eine der ersten Pflanzefamilien, die ab Mitte der 1960er Jahre in Deutschland industriell geklont wurden.

Übrigens: Unter Gärtnern wird das Klonen (bzw. die Meristemvermehrung) als vergetative Vermehrung bezeichnet. Auch das Bewurzeln von Stecklingen und Ablegern ist ja nichts anders als das Kopieren der Mutterpflanze, wenn auch in weitaus kleinerer Anzahl.

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